Massimo Mangialavori



Der italienische Arzt und Homöopath Massimo Mangialavori wurde 1958 in Neapel geboren. Nach dem Abschluss seines Medizinstudiums 1984 bildete er sich weiter als Ernährungswissenschaftler und machte in dem Bereich 1987 sein Diplom. Von Anbeginn seiner Studienzeit beschäftigte sich Massimo Mangialavori eingehend mit medizinischer Anthropologie und interessierte sich insbesondere für traditionelle Formen der Medizin.

Massimo Mangialavoris Methode:
Im Vordergrund von Manngialavoris Methode des Arzneimittelstudiums und der Ausübung der Homöopathie steht die "induktive Erfahrung", das heißt er orientiert sich nach eigener Aussage weniger an den Repertorien und Arzneimittellehren sondern vorrangig an geheilten Fällen.
Seine Kriterien für geheilte Fälle sind sehr hoch und beinhalten eine Beobachzungszeit von zwei Jahren, in denen das verordnete Mittel alle chronischen und akuten Beschwerden des Patienten abgedeckt haben muss.
Durch das Vergleichen geheilter Fälle mit dem Wissen von Arzneimitteln, welches durch die Arzneimittellehren zur Verfügung steht, arbeitet Mangialavori die wesentlichen Themen der homöopathischen Arzneien heraus. Diese wesentlichen Themen zieht er dann für differentialdiagnostische Überlegungen heran. Die Sammlung der wesentlichen Themen ermöglicht es Mangialavori auch damit zu beginnen, Arzneimittel die_einander ähnlich sind, in Familien zu gliedern und für die Gruppenanalyse zu nutzen.
Mangialavoris Ansatz ist dadurch gekennzeichnet, dass Arzneimittelgruppen nach den allgemeinen Themen, die sie homöopathisch charakterisieren, bestimmt werden sollen. Für ihn gibt es nicht notwendigerweise eine Verbindung zwischen den Gruppen der Chemie, Botanik, Zoologie, etc.. Zwar korrespondieren seine Erkenntnisse häufig mit den Aussagen dieser Disziplinen, er erschafft aber auch eigene Zuordnungen von Arzneimittelgruppen um das Arzneimittelstudium und die Differenzialdiagnose zu erleichtern, dabei können pflanzliche, tierische und mineralische Arzneien durchaus einmal in einer gemeinsamen Gruppe auftauchen um ihre Gemeinsamkeiten zu verdeutlichen.
Mangialavoris Ziel ist und war es immer, nicht in sogenannte große (Polychreste) und kleine Arzneimittel (Oligochreste) zu unterteilen, sondern eine Herangehensweise zu finden, die es ermöglicht die weniger bekannten Arzneimittel der Materia Medica und Repertorien ebenfalls mit großer Sicherheit zu erkennen und zu verschreiben.