Rajan Sankaran



Sankaran wurde als Sohn eines Lehrers für Homöopathie geboren. Er graduierte 1981 mit Auszeichnung und entwickelte die Homöopathie weiter. Er entwickelte eine Struktur für die Materia Medica sowie ein IT-Programm zur Fall-Analyse. Er hält weltweit homöopathische Seminare und Vorlesungen und hat eine Reihe von Büchern zum Thema Homöopathie verfasst. Sankaran ist stellvertretender Chairman des Internationalen Rats für Klassische Homöopathie (International Council for Classical Homoeopathy) und Herausgeber der asiatischen Ausgabe der Zeitschrift Homoeopathic Links. Er begründete eine homöopathische Methode, die häufig nach ihm benannt wird: "neue Methode" oder "Methode nach Rajan Sankaran
In der Homöopathie ist eine umfassende Befragung (Anamnese) des Patienten üblich, in der die einzelnen Symptome eruiert und gewichtet werden. Es wird versucht, den Patienten als ganzen zu begreifen und die Störung in seinem Gleichgewicht zu korrigieren. Bei vielen Krankheiten aber stößt diese klassische Anamnese schnell an ihre Grenzen. Insbesondere bei mentalen Probleme, wie Angstzuständen, Neurosen etc., ist es dem Patienten oft nur schwer möglich, konkrete Symptome zu benennen, so dass das Krankheitsbild unscharf bleibt.
Rajan Sankaran hat eine Methode entwickelt, bei der der Patient sein Leiden in Bildern, Metaphern auf der Gefühlsebene beschreibt. Dazu gehört auch die Beschreibung seines Empfindens, seiner Träume, der Wahrnehmung seiner Umwelt. Auf diese Weise wird ein Bild des Patienten gewonnen, das ein Muster in seinem Leben deutlich macht. Dieses Muster kann gestört sein oder es kann als Muster den Patienten behindern oder krank machen. Indem dieses Muster in der Behandlung adressiert wird, wird der Patient als Ganzes besser behandelt als bei der Konzentration auf Symptome. Die in Bildern beschriebenen Wahrnehmungen und Symptome werden klassisch repertorisiert - bzw. bei Homöopathen, die die homöopathischen Mittel gut kennen, wird bei der Anamnese solange gefragt, bis das Mittel erkannt wird.